St. Maria - Unsere Kirche

Die Glocken unserer Kirche

Nur eine der vier Glocken von St. Maria ist Eigentum der Kirchengemeinde. Es ist die kleinste und auch die jüngste. Sie wurde 1929 von der Glockengießerei F. Otto in Hemelingen bei Bremen gegossen und lässt den Ton a erklingen. Ihre größeren Schwestern, die Marien-, Bonifatius- und Elisabethglocke, waren auf die Töne d,f und g gestimmt. Im Januar 1942 wurden sie beschlagnahmt, vom Turm geholt und für Kriegszwecke eingeschmolzen.
Das gleiche Schicksal hatte schon das erste Geläut. Im Mai 1901 waren die vier Glocken mit den Tönen d,f,g und a in der Glockenstube des neuen Turmes aufgehängt worden. Einen Monat später haben sie die Gemeinde zur feierlichen Kirchweih eingeladen. 14 Jahre lang durften sie zum Gottesdienst rufen, dann mussten sie zur Munitionsverarbeitung abgegeben werden.
Der geräumige Turm von St. Maria war im 2. Weltkrieg trotz den Zerstörungen ringsum stehen geblieben. Dank unermüdlicher Bemühungen von Pfarrer Roßbach erhielt die Pfarrei 1952 drei Leihglocken. Auch sie waren für Kriegszwecke beschlagnahmt, wegen ihres hohen historischen Wertes jedoch noch nicht eingeschmolzen worden. Sie stammen aus ehemals deutschen Gebieten im Osten:
d-Glocke: Danzig, Nicolaikirche, gegossen 1679, 1.375 kg
f-Glocke: Kunzendorf/Schlesien, gegossen 1704, 900 kg
g-Glocke Friedersdorf/Ostpreußen, gegossen 1601, 720 kg
Die Glocken ermutigen uns immer wieder zu Besinnung, Gotteslob, Dank und Bitte. Auch wenn ihr Zusammenklang nicht fein abgestimmt werden konnte, so ergibt das Vollgeläut mit den vier Schlag- und den vielen Ober- und Untertönen eine wohlklingende Harmonie.